Posts

Posts mit dem Label "Laster" werden angezeigt.

Vanitas • Vergänglichkeit - Eitelkeit

Bild
Nichtigkeit, leerer Schein, Vergeblichkeit, Prahlerei, Gefallsucht hebräisch:    Windhauch Memento mori = Bedenke, dass du sterben wirst! Totentanz Vergänglichkeit des Irdischen

Tarot XV • Teufel

Bild
Blindheit • Unmäßigkeit Konkurrenz, Intrigen, Versuchung, Verführung, Machtspiele, Sorglosigkeit, Gedankenlosigkeit Abhängigkeit, Willenlosigkeit, Angst, Missgunst, Laster, Unterdrückung, Herzlosigkeit, Sucht Der Teufel ist mächtig, aber nicht allmächtig. Der Teufel ist normaler Bestandteil meiner Welt. Auch in tiefster Schwärze verliere ich nicht meine Persönlichkeit, bin ich nicht allein. Ich kann meine Fesseln abstreifen.  Ich lasse mich nicht haltlos treiben.  Ich erkenne die Hoffnung in der Schwärze. Ich überwinde den Teufel aus eigener Kraft.   Crowley: Mit Deinem rechten Auge erschaffe alles für Dich selbst, und mit Deinem linken akzeptiere alles, was anderweitig geschaffen ist. 

Bellum • Krieg - Contentio • Streit

Bild
Krieg  Hans Thoma - Der Krieg Hass - Hate Marta Dettlaff - Hate Contentio - Streit Hildegard von Bingen - Liber Vitae Meritorum Wer nämlich streitsüchtig ist, der achtet weder den Willen noch das Wohl der anderen, sondern läuft nach dem Eigenwillen seiner Begierde. (2.47) Der Streit ist nämlich ein unruhiges Übel. Er liebt nicht die Eintracht und flieht die Geduld. Er erträgt kein Unrecht, vielmehr sucht er nach reizbaren Menschen, feuert sie zum Zank an und lässt nicht zu, dass sie friedfertig reden. (2.73)

Acedia / Ignavia / Desidia • Trägheit • Sloth / Indolence • 8 Kelche

Bild
7. Laster Ignoranz, Überdruss, Faulheit, Feigheit, Trägheit des Herzens, Nachlässigkeit, Schlampigkeit Dämon: Belphegor antwortende Tugend: Industria • Fleiß Hans Burgkmair d.Ä. Philipp Galle Hildegard von Bingen - Liber vitae meritorum Die Worte der Feigheit: "Ich trete zu niemandes Unrecht auf, um nicht selbst ohne helfenden Trost verbannt zu werden. Wenn ich nämlich gegen jemanden zu Unrecht vorgehen würde, würde ich meine Existenz zerstören und meine Freunde verlieren. Adlige und Reiche werde ich ehren, während die Heiligen und Armen mich nicht kümmern, da sie mir keine Wohltat erweisen können. Ich will zu allen friedlich sein, damit ich nicht vergehe. ... Solange ich unter Menschen bin, bleibe ich ihnen gegenüber ruhig, und mögen sie mir Gutes oder Böses antun, ich schweige. Es ist nämlich besser für mich, zuweilen zu lügen und zu betrügen, als Wahres zu reden. Auch ist es für mich besser, etwas zu gewinnen, als es zu verlieren, und die Starken zu fliehen, als gegen sie zu kä...

Invidia • Neid • Envy

Bild
6. Laster Eifersucht, Missgunst Dämon: Leviathan Jacob Matham Das Wesen der Archonten (Text aus Nag Hammadi) Dieser Neid wurde ein mannweibliches Werk, der Ursprung des Neides. Und der Neid erzeugte den Tod. Der Tod aber zeugte seine Söhne.  Giotto Hildegard von Bingen •  Liber vitae meritorum Die Worte des Neides: "Ich bin der Hirt und Hüter jeden Unmaßes. ... Wenn ich das, was leuchtend ist, nicht besitzen kann, halte ich es für nichts. ... Alles aber, was mir gehört, werde ich dem Hass übergeben, weil dieser von mir geboren ist, er ist jedoch geringer als ich." 3.Teil, 5 Über den Neid und seine Haltung: Der Neid, der den Hochmut begleitet, weil auch sein Werk der Zunder alles Bösen ist. ... weil der Neid all seine Kräfte auf die Bitterkeit des Unglaubens setzt, um dem Fortschritt anderer Schaden zuzufügen.  3. Teil, 35 Der Neid macht nichts Gutes, sondern er verletzt und stürzt jeden zu Boden, der darin zu stehen scheint. Wenn sich der Neid also mit dem Hass verbündet ...

Gula • Völlerei • Gluttony

Bild
5. Laster ingluvies ventris Hans Burgkmair d.Ä Gefräßigkeit, Trinksucht, Unmäßigkeit, Selbstsucht Dämon: Beelzebub C. Moser * Hildegard von Bingen • Liber vitae meritorum Die Worte der Völlerei: "Gott hat alles erschaffen. Warum sollte ich verschmachten? Wenn Gott nicht wüsste, dass dies alles notwendig ist, hätte er es nicht erschaffen. So wäre ich töricht, wenn ich meinen eigenen Willen in all dem nicht walten lassen würde, da ja Gott will, dass der Körper des Menschen an Kräften nicht verliert." 2.Teil, 1 Über die Völlerei und ihre Haltung Denn während die Menschen ihren Bauch vollstopfen, werden sie übermütig, da sie nun meinen, die Fülle aller Güter zu besitzen.  2. Teil, 41 Von denen, die der Völlerei huldigen, muss man sagen, dass für sie der Bauch ihr Gott ist.  2.Teil, 59 Brügel, van der Heyden antwortende Tugend: Temperantia • Mäßigung Svenja Gross * Christian Moser: Monster des Alltags

Ira • Zorn, Wut • Anger / Wrath

Bild
Hans Burgkmair d.Ä 4. Laster Jähzorn, Rachsucht Dämon: Satan Erté Hildegard von Bingen • Liber vitae meritorum Die Worte des Zorns: "Ich zertrete alles und schlage alles zu Boden, was mir Unrecht tut. Warum soll ich das Unrecht aushalten? Was man nicht will, dass ich es ihm antue, das soll man mir auch nicht zufügen. Denn ich verwunde mit Schwert und schlage mit Knüppeln um mich, wenn jemand mir ein Unrecht antun wollte." 1. Teil, 11 Über den Zorn und seine Haltung: ... der Zorn ist mit der Feigheit benachbart, weil die Feigheit Beschimpfungen erntet, die dann das Feuer des Zornes entfachen, um das Schimpfen zu verbrennen und zu vernichten. ... weil der Zorn in seiner Absicht lieber wütige Seuche erzeugt als ruhige Richtigkeit schafft. So beobachtet der Mensch weder sich selbst noch die anderen, sondern wirft die Gerechtigkeit um, als ob er blind wäre, und schießt die Stürme der Raserei los. ... Manchmal greifen sie sogar den anderen in der Verletzung vor, wenn sie Angst habe...

Luxuria • Wollust • Lust • 4 Kelche

Bild
3. Laster Hans Burgkmair d.Ä Ausschweifung, Genusssucht, Begehren, sinnliche Begierde, Unkeuschheit, Wollust, Lüsternheit, Vergnügen Dämon: Asmodeus/Asmodias Voluptas (röm.) • Hedone (griech.) antwortende Tugend: Castitas • Keuschheit Hildegard von Bingen • Liber vitae meritorum Die Worte der Lüsternheit: "Warum sollte ich verzichten? ... Wenn ich das aber nicht mache, was der Wille meines Fleisches von mir fordert, dann werde ich zornig, listig, betrügerisch, verworren und verstrickt in Unruhe. ... Wenn die Natur des Fleisches Gott lästig wäre, dann hätte er das so gemacht, dass das Fleisch sie nicht verwirklichen könnte." 3.Teil, 15 Über die Lüsternheit und ihre Haltung: ... die Lüsternheit, die der Verzweiflung folgt. ... 3.Teil, 42 Peter Vischer d. J. • Voluptas Kupferstichkabinett Berlin Pieter van der Heyden Art of Li: Asmodeus, Demon of Lust Tarot - 4 Kelche Fürsorge, Zuwendung, Vertrautheit; möglicherweise alle im Übermaß Monster des Alltags von Christian Moser

Avaritia • Geiz • Avarice

Bild
2. Laster Habsucht, Habgier, Geldgier, Spielsucht Dämon: Mammon antwortende Tugend: Caritas • Mildtätigkeit Brouwer Adriaen Hans Burgkmair d.Ä Der Geiz ist tatsächlich dem Prestige nicht abträglich, da er ein Laster und demgemäß in allen Gesellschaftsklassen zu Hause ist.  Marcel Proust 〰 Die Gier ist immer das Ergebnis einer inneren Leere. Erich Fromm Erté Hildegard von Bingen - Liber vitae meritorum Die Worte der Habsucht: "Ich reiße alles an mich und sammle alles in meinem Schoß, und je mehr ich an mich heranziehe, umso mehr besitze ich. ... Es ist ebenso keine Sünde, wenn ich das Gesammelte jenem wegnehme, der mehr hat, als was für ihn nötig ist. ... Ich bin weder Dieb noch Räuber, sondern alles, was ich will, ergreife ich und erwerbe mit meiner Kunst." 5.Teil, 8 Über die Habsucht und ihre Haltung: ... weil ihre Werke in Härte und Bitterkeit viel Raub durchführen, ... weil sie in ihrer Stärke sogar Blutvergießen verübt, um ihre Begierde zu befriedigen, indem sie Menschen ...

Superbia • Hochmut - Stolz • Pride

Bild
1. Laster Hoffart, Anmaßung, Überheblichkeit, Arroganz, Hybris, Hochnäsigkeit Dämon: Luzifer und Iblis antwortende Tugend: Humilitas • Demut ---- Hildegard von Bingen • Liber vitae meritorum Worte des Hochmuts:  "Und wer ist es, der mir gleichen könnte? Meinen Mantel breite ich über die Hügel und die Felder aus, und will nicht, dass jemand mich im Kampf bezwingt. Ich erkenne niemanden an, der mir ähnlich wäre." 3.Teil, 3 Über den Hochmut und seine Haltung: Der Hochmut, welcher der Anfang aller Laster und die Ursachen sowie die Quelle von allem Bösen ist. ... Denn sooft sich der Mensch wegen seiner guten Taten erhebt, verliert er durch Hochmut den glücklich machenden Lohn. ... weil die Stärke und die Werke des Hochmuts nicht das Leben, sondern den Tod bewirken. ... weil der Hochmut in seinem Herzen immer die Geschwulst des eitlen Größenwahns trägt. ... weil er niemandem eine nützliche Weide bietet, noch eine starke Stütze gewährt, mit der man im Guten ausharren könnte....

Tugenden - Kräfte - Virtutes

Bild
Marta Dettlaff - Ordo Virtutum Die Tugenden (von altgriech. areté = Bestzustand) wurden bereits in der Antike festgelegt. Sie sind ein ethischer Wegweiser zu einem bestmöglichen Charakter, der besonders bei den Griechen als erstrebenswert galt.  Es handelt sich dabei um Ideen oder, wie Hildegard von Bingen formuliert, um Kräfte . Sie sind der Mittelweg zwischen den "Fehlern" - denn ein zu viel ist weder bei Tugenden noch bei Lastern sinnvoll.  Es gibt diverse Listen und Zuordnungen - je nachdem welcher Zweck mit diesem "Regelwerk" erreicht werden sollte.  Vernunft - Geist - Klugheit Mut - Seele - Tapferkeit Begierde - Körper - Mäßigung Das Evangelium nach Philippos (Text aus Nag Hammadi): Solange nämlich die Wurzel des Bösen verborgen ist, ist sie stark.... Ausgerissen aber wird sie, wenn wir sie erkennen. Wenn wir sie aber nicht erkennen, stößt sie in uns Wurzeln hinab und bringt ihre Frucht in unserem Herzen hervor. Dann ist sie der Herr über uns, und wir sind der...