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von Bernus - Gold um Mitternacht

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Gerechtes Gold aus Orphir in unser aller Seelen ausgestreut neu eine Hand voll, um aufzuleuchten einmal: sei es heute sei's bis der Tag von Sardes sich erfüllt Tinktur der Himmel, Engel-Elixier dass wir des Sonnensohnes teilhaft werden um dieses Augenblickes willen leben wir unsere Leben alle. Allein, wann diese Stunde sein wird, weiß nur ER, der kommen wird so wie ein Dieb bei Nacht das ist das tiefste der Geheimnisse des Sohnes, wir aber alle müssen solche sein, die nächtlichen Wachen und horchen unverwandt in sich hinein, um welche der Nachtwachen es in uns zu tönen anfängt. Gold um Mitternacht, ihm nachzutönen mit gelöstem Mund ...  Alexander von Bernus, 1948

Alchemie - Definitionen

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Darum so lern Alchimian, die sonst Spagyria heißt,  die lehret das Falsch scheiden vom Gerechten. Und so, was aus der Natur dem Menschen zu Nutz wächst, der, der es zu dem Ziel bringt, zu dem es bestimmt ist von Natur, der ist ein Alchimist. Paracelsus 🔯 Alchemie, eine völlig andere Denk- und Arbeitsweise als die heutige, aber in sich nicht minder konsequent, exakt und wissenschaftlich - nur eben von ganz anderer Seite kommend.  Das ist die Alchemie, die zeitlose, uralte, die stufenweise aufwärts führt in der Erkenntnis durch kosmische Weiten bis zum Ursprung und Baum des Lebens. Alexander von Bernus 🔯 Wie können die Alchemie also im wahrsten Sinnes des Wortes nicht definieren. Und das liegt nicht etwa an unserem Unvermögen, bis zu ihren Grenzen vorzustoßen, es liegt an der eingeborenen Grenzenlosigkeit der Alchemie. Ganz wie der Mensch selber ist die Alchemie zwar ein Etwas für sich, eine lebendige Einheit, aber eine Einheit, die  sich jeder Gr...

von Bernus - Gedicht über das Leben

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Nur das ist Leben: a uch die Hintergründe  zu ahnen;  tiefer als der Tagmensch sieht  zu sehen und zu wissen:  Jede Straße münde  in ein Geschehn,  das nur für den geschieht,  der darum weiß - und immer hingegeben an beide Reiche: Welt und Überwelt, die allenthalben ineinanderweben, hindurchgehn durch das wunderbare Leben, das jedem Sucher sein Versprechen hält. Alexander von Bernus

Alexander von Bernus - Zitate

Denn weit, weit muss der wandern, über fremdes Reich und Meer, der den alten Bergen nachgeht, wo der Stein der Weisen wär. 🔯 Nur dem gelingt der Stein der Weisen,  der ihn zuerst gemacht hat in sich selber. 🔯 Wie sich Verdienst und Glück verketten, das fällt dem Toren niemals ein. Wenn sie den Stein der Weisen hätten,  der Weise mangelte dem Stein. 🔯 Wer Natur in ihrem Innern zu ergründen sich vermisst, muss sich erst daran erinnern, was des Menschen Ursprung ist.  🔯 Das Auf-der-Suche-sein und vom Gefundenen immer wieder zum nächsten Weiterziehen; das unentwegte Ziehen und Ziehen hat nichts mit schlechtem Gewissen zu tun, sondern ausschließlich mit der ewigen Unrast, die vielleicht unser bester Teil ist.  🔯 Im Grunde steht man immer vor einem neuen Anfang.