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Carl Zuckmayer • Fülle der Zeit

Des Sommers Mitte, halb schon überschritten, Umspannt das Land mit Bögen seiner Pracht,  Durch die Augustus donnernd eingeritten -  Sternschnuppenschwärme folgten ihm zur Nacht.

Lord Byron • So werden wir nicht mehr schweifen

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So werden wir nicht mehr schweifen Umher in der späten Nacht, Wenn das Herz auch noch verliebt ist Und der Mond noch immer lacht. Denn das Schwert verschleißt seine Scheide Und die Seele verschleißt die Brust, Und das Herz muß ruhn um zu atmen Und Liebe rasten von Lust. Ist die Nacht auch gemacht für die Liebe Und der Tag folgt zu schnell der Nacht, So werden wir doch nicht mehr schweifen, Wenn der Mond vom Himmel lacht.

Eichendorff • Mondnacht

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Es war, als hätt’ der Himmel Die Erde still geküßt, Daß sie im Blütenschimmer Von ihm nun träumen müßt’. Die Luft ging durch die Felder, Die Ähren wogten sacht, Es rauschten leis’ die Wälder, So sternklar war die Nacht. Und meine Seele spannte Weit ihre Flügel aus, Flog durch die stillen Lande, Als flöge sie nach Haus. Joseph von Eichendorff

Kieler Lichtermeer 2021

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Drohnen-Show über dem Kleinen Kiel Bäume im Hiroshima Park

Erlkönig • Goethe

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Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist der Vater mit seinem Kind; Er hat den Knaben wohl in dem Arm, Er fasst ihn sicher, er hält ihn warm. Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? — Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht? Den Erlenkönig mit Kron’ und Schweif? — Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. — Du liebes Kind, komm, geh mit mir! Gar schöne Spiele spiel’ ich mit dir; Manch’ bunte Blumen sind an dem Strand, Meine Mutter hat manch gülden Gewand. Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht, Was Erlenkönig mir leise verspricht? — Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind; In dürren Blättern säuselt der Wind.  Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn? Meine Töchter sollen dich warten schön; Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn Und wiegen und tanzen und singen dich ein. Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort Erlkönigs Töchter am düstern Ort? — Mein Sohn, mein Sohn, ich seh’ es genau: Es scheinen die alten Weiden so grau. — Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Ges...

von Bernus - Gold um Mitternacht

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Gerechtes Gold aus Orphir in unser aller Seelen ausgestreut neu eine Hand voll, um aufzuleuchten einmal: sei es heute sei's bis der Tag von Sardes sich erfüllt Tinktur der Himmel, Engel-Elixier dass wir des Sonnensohnes teilhaft werden um dieses Augenblickes willen leben wir unsere Leben alle. Allein, wann diese Stunde sein wird, weiß nur ER, der kommen wird so wie ein Dieb bei Nacht das ist das tiefste der Geheimnisse des Sohnes, wir aber alle müssen solche sein, die nächtlichen Wachen und horchen unverwandt in sich hinein, um welche der Nachtwachen es in uns zu tönen anfängt. Gold um Mitternacht, ihm nachzutönen mit gelöstem Mund ...  Alexander von Bernus, 1948

Jürgen Lehnart - Schlaflied

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Kalt schon weht der Abendwind, Und es naht die Nacht geschwind Schlaf und lass das Weinen sein, Schlaf nur, schlaf mein Kind, schlaf ein. Ach, du kennst noch keine Not, Weißt noch nichts von Krieg und Tod, Deine Welt ist hell und licht, Wenn der Kindheit Traum zerbricht. Morgen schon bist du erwacht Aus der langen Märchennacht, Morgen ist die Welt schon dein, Halt dein Herz nur immer rein.

A. Bearden - Gedicht

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Nacht, und der Himmel unbekannt Die Sterne der Erfahrung haben mich irregeleitet. Der Sinn meiner Handlungen - verloren auf meinem Weg. Wohin bin ich gegangen?  Wie kann ich es sagen? Die Sterne der Erfahrung haben mich irregeleitet. Anthony Bearden alias  Cordwainer Smith Die Untermenschen ISBN 3-426-05724-7