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Posts mit dem Label "Seele" werden angezeigt.

Philipp Otto Runge • Wenn der Himmel über mir

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Wenn der Himmel über mir von unzähligen Sternen wimmelt, der Wind saus't durch den weiten Raum, die Woge bricht sich brausend in der Nacht, über dem Walde röthet sich der Aether, und die Sonne erleuchtet die Welt;  das Thal dampft  und ich werfe mich im Grase unter funkelnden Tautropfen hin, jedes Blatt und jeder Grashalm wimmelt von Leben, die Erde lebt und regt sich unter mir, alles tönet in einem Accord zusammen,  da jauchzet die Seele lauf auf,  und fliegt umher in dem unermeßlichen Raum um mich,  es ist kein unten und kein oben mehr,  keine Zeit kein Anfang und kein Ende, ich höre und fühle den lebendigen Odem Gottes der die Welt hält und trägt,  in dem alles lebt und würkt:  hier ist das Höchste, was wir ahnen - Gott!

Melancholie

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melancholia = Schwarzgalligkeit  Trübsinn, Depression Arnold Böcklin ... richteten melancholisch ihre inneren Blicke auf einen fernen Traum... (Proust) Melancholie • Karl Wiener • 1924 Hildegard von Bingen • LVM Laster: tristitia saeculi = Welttrauer / Weltschmerz  Wehe, dass ich erschaffen worden bin! Wehe, dass ich lebe! ... Ich weiß aber nicht, was ich bin. ... in Panik umarmt die Welttrauer unsinnig die Torheit  die Hilflosigkeit, die den Anfang und den Gipfel der Gesinnung jener Menschen bedrückt, die von diesem Übel besessen sind die Angst ... einerseits, das Zittern ... andererseits solchen Menschen einen Schrecken einjagen, so dass sie nicht mehr danach streben, sich um dieses oder jenes zu bemühen indem sie weder sich selbst noch anderen irgendwelche Liebe erweisen dies alles drückt ihr Gewissen und die Stärke ihrer Seele und ihres Körpers nieder sie haben keine Grünkraft auf ihren Wegen von allem Glück entblößt dazugehörige Tugend: caeleste gaudium = Himmelsfreu...

Bram Stoker • Dracula

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Denn die Toten reiten schnell! Kommen Sie frei herein. Gehen Sie gesund wieder und lassen Sie etwas von der Freude zurück, die Sie mit hereingebracht haben.  Ich denke an seltsame Dinge, die ich meiner eigenen Seele gar nicht einzugestehen wage.  Was bedeutete es, dass man mir das Kruzifix, Knoblauch, wilde Rosen und Ebereschenzweige schenkte? Gib dem kommenden Gast dein Bestes, den abreisenden aber halte nicht auf. Auch die Hölle ist käuflich. Denn das Leben ist schließlich doch nichts als ein Warten auf etwas anderes,  was wir gerade nicht haben;  nur der Tod ist etwas, worauf wir unbedingt uns verlassen können. Es geht um Leben und Tod, vielleicht um mehr . Denken Sie daran, dass das sichere Wissen stärker ist als die Erinnerung; und auf das schwächere darf man sich nicht verlassen.  Ich glaube, dass Krankheit und Schwäche egoistisch machen und unser inneres Auge und unsere ganze Sorge auf unser eigenes Selbst richten während Gesundheit und Stärke den P...

Tarot XIII • Tod • Death

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 die Transformation  Endlichkeit von Allem, Loslassen, Transformation, Erlösung, Neuanfang, Seelenheil, Abschied, Trennung, Trauer, Verlust, Angst Ich akzeptiere den Tod. Tod ist Transformation, nicht Ende. Crowley: Das Universum ist Wandel; jeder Wandel ist das Ergebnis eines Aktes der Liebe; jeder Akt der Liebe ist reine Freude. Sterbe täglich. Somnia Tarot - Nicolas Bruno

die Stufen zum Stein der Weisen

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Wenn man sich so durch die Literatur und das Internet wühlt, dann hat jeder Autor eine andere Bezeichnung für die einzelnen Stufen und oft auch eine andere Anzahl oder Reihenfolge.  Wahrscheinlich besteht die Weisheit darin, dieses Chaos hinter sich zu lassen und - wie ja eigentlich immer - seinen eigenen Weg zu gehen!  😀 die Phasen - psychologisch betrachtet      Nigredo / Schwärzung mildes Feuer, Reinigung der Erdnatur; sinnliche Liebe ( Sex ); Ablösung von weltlichen Dingen; Eintritt ins Unbewusste; Wasser als Symbol der Emotionen: Wut, Angst, Frustration; Wiedergeburt      Albedo / Weißung Feuer wird intensiver; Reinigung der Psyche, Wer bin ich? , Mond , reiner Geist = Wasser des Lebens; Kraft geht nach innen, Selbsterkenntnis; Erweckung der Luft (Sublimatio); romantische Liebe ( Eros ); 2. Wiedergeburt,  Mondkind "Der Weg nach innen ist einsam, und er verlangt große Integrität, Kraft und Ausdauer." (Nigel Hamilton)     Citrin...

Herz aus Eis

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  Und dann zog das gebrochene Herz seinen Panzer wieder an, um weiter funktionieren zu können...

Marcel Proust • In Swanns Welt

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Auf der Suche nach der verlorenen Zeit 1 erschienen 1913 Combray Jugenderinnerungen an Combray; die Familie und Bedienstete; Farben der Natur, Spaziergänge, Lektüre und Zeitvertreibe; erste Begegnung mit Madame de Guermantes • Die Hoffnung auf Erleichterung gibt dem Kranken Mut zu leiden.  Nachdem der anästhesierende Einfluss  der Gewohnheit aufgehört hatte, begann ich zu denken, zu fühlen - beides traurige Dinge. ... tat ich, an Feigheit bereits ein Mann, was wir alle tun, wenn wir groß sind und Leiden und Ungerechtigkeiten mit ansehen müssen: ich wollte nicht sehen... à contre-coeur Die Ruhe, die sich nach dem Aufhören meiner Ängste auf mich niedersenkte, versetzte mich in einen Zustand außerordentlicher Gehobenheit, dazu kam die bange, süße Erwartung der Gefahr.  Auch in mir sind viele Dinge zerstört, von denen ich geglaubt hatte, sie würden ewig währen, und andere sind entstanden, die neue Freuden und Leiden heraufbeschworen haben, von denen ich damals ...

Lord Byron • So werden wir nicht mehr schweifen

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So werden wir nicht mehr schweifen Umher in der späten Nacht, Wenn das Herz auch noch verliebt ist Und der Mond noch immer lacht. Denn das Schwert verschleißt seine Scheide Und die Seele verschleißt die Brust, Und das Herz muß ruhn um zu atmen Und Liebe rasten von Lust. Ist die Nacht auch gemacht für die Liebe Und der Tag folgt zu schnell der Nacht, So werden wir doch nicht mehr schweifen, Wenn der Mond vom Himmel lacht.

Mein Werden - Melanie Tonia Evans

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Ich hol mir meine Kraft zurück, Zuerst quälend langsam, doch ich hol sie mir. Lange weiß ich schon, Du bist nicht der Heiler meiner Wunden, doch deren Vorbote. Deine hoffnungslose Ohnmacht erweckte die meine und ich wurde verletzbar, meine Verletzungen traten unaufhaltsam hervor,  Zurück blieb ich mit der großen Leere, die sich mit Licht erfüllte.  Ich hol mir meine Kraft zurück, ich bin aus meiner Trance erwacht.  Nun weiß ich Dinge, die ich zuvor nicht wusste, eine ungeahnte Kraft glüht und wächst in mir Dank Dir bin ich mit Göttlichem verbunden,  mehr als ich je zu glauben gewagt hätte, ich bin mit mehr Freude und Liebe gesegnet,  als ich mir je vorstellen konnte. Ich hol mir meine Kraft zurück, nie warst Du Quelle meines Lebens Endlich weiß ich, wer ich wirklich bin und verstehe den Sinn und das Geschenk des Lebens Ich hol mir meine Kraft zurück, Dein Wirken auf mein Leben ist vorbei Dein Stolz mag mein neues Glück verschmähen, und doch erfreut sich Deine ve...

Kabbala

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die Seele des Judentums  Torat HaSod = die Lehre des Geheimen "die Lehre der Wunder" Sohar = Hauptwerk der Kabbala "Ehe" zwischen Körper und Geist; Innen und Außen vereinen das Paradies ist Hier und Jetzt Hauptthemen: Unendliches Licht Licht und "Gefäße" - Schöpfungsakt 10 Sefirot: Interaktion durch 10 Modalitäten das Mysterium des hebräischen Alphabets Vereinigung der Gegensätze: Die Schechina (die Seele, die das Universums belebt) sehnt sich nach Vereinigung mit dem Unendlichen Licht. Tikun: Die Aufgabe des Menschen ist es, die zerbrochene Welt wieder zusammenzufügen. Atziluth Vornehmheit, Erhabenheit, Güte, Adel Olam Atziluth = die Welt der Erhabenheit ERDENKEN die kausale Welt die oberste der 4 Welten: Kether, Chochmah, Binah Beriah  die Welt der Schöpfung ENTWICKELN Chesed, Geburah, Tifereth  Seelenwelt /  Astralwelt Wasser / Luft Jesira / Jetzirah FORMEN Assiah ERSCHAFFEN 🔆🔆 Yours, o Lord ist the Greatness (Chesed) and the Power (Geburah) und the G...

Gnosis • Werner Hörmann

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Gnosis  Das Buch der verborgenen Evangelien   Herausgegeben und übersetzt von Werner Hörmann 🔆 Sortiere dich selbst heraus aus dir. Der Gnostiker erkennt nur, was bereits ist, was schon war und was noch sein wird.  Der Gnostiker ist der Weg. 🔆 Quellen der Gnosis: Texte der Mandäer, die Hermetika, Texte aus Nag Hammadi, die Kirchenväter Gnostische Systeme: Valentinianer, Basilidianer, Ophianer Texte Poimandres: Die Verzückung (Hermetischen Schriften): Wenn du also lernst, dass du Leben und Licht bist, und dass due von beidem kommst, dann kehrst du zum Leben zurück. Der Weckruf (Hermetische Schriften) Monoimos: Die Welt ist nach Moses in sechs Tagen geworden, will heißen: in sechsen der Kräfte, die in dem einen Jota sind. Der siebte Tag ist die Ruhe, der Sabbat. Von dieser Siebenheit ist die Vierheit "Erde, Wasser, Feuer und Luft" geworden. Von diesen der Kosmos. Dieser von jenem eineinzigen Strich.  Die Offenbarung Adams (Nag Hammadi) Mandaica: Ein Fremdenlied (Mand...

Adele Schopenhauer - In deiner Seele...

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In deiner Seele klarem Leben da ruht mein wahres Glück allein, die Ferne kann mir Freude geben, mit Dir nur kann ich selig sein. In Deines Geistes raschen Flügen trägt leicht das schwere Leben sich – das Andre kann mir wohl genügen – du nur allein befriedigst mich! Aus Deiner Liebe tiefen Quellen strömt eine Kraft, die mich erhebt, auf deren lichtumsäumten Wellen mein Lebensschiff vorüber schwebt!  

Eichendorff • Mondnacht

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Es war, als hätt’ der Himmel Die Erde still geküßt, Daß sie im Blütenschimmer Von ihm nun träumen müßt’. Die Luft ging durch die Felder, Die Ähren wogten sacht, Es rauschten leis’ die Wälder, So sternklar war die Nacht. Und meine Seele spannte Weit ihre Flügel aus, Flog durch die stillen Lande, Als flöge sie nach Haus. Joseph von Eichendorff

Goethe • Freudvoll

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Freudvoll und leidvoll, gedankenvoll sein. Hangen und bangen in schwebender Pein. Himmelhoch jauchzend zum Tode betrübt, Glücklich allein ist die Seele die liebt. Johann Wolfgang von Goethe

Anne Rice • Gespräch mit dem Vampir

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Doch seine Augen ... wenn ich in seine Augen schaute, war es, als stünde ich allein am Rande der Welt ... an einer winddurchwehten Meeresküste. Und nichts als das sanfte Brausen der Wellen. ... und nur zu bald schwanden jene nicht zu greifenden Augenblicke, die uns trügerisch, ach so trügerisch, Unsterblichkeit versprachen; Augenblicke, von denen jeder einzelne erkannt und ausgekostet werden musste. Es war Entrücktheit, die dies ermöglichte, eine köstliche Einsamkeit, in der wir uns bewegten.  Sie bat so, wie es Menschen wie Babette tun, denen es nicht gegeben ist, jemanden um etwas zu bitten. Nicht, dass sie stolz gewesen wäre. Sie war einfach stark und ehrlich, was in den meisten Fällen das Bitten...  ... liebte ich ihre Stärke und Rechtschaffenheit und Seelengröße ...  Wie alle starken Menschen litt sie in einem gewissen Maße an Einsamkeit.  Lass das Fleisch den Geist belehren.  Du verstehst nicht die Gefahr, die in der Furcht selber liegt.  Das Risiko j...

Metropolis - Film und Plakate

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"There can be no understanding between the hand and the brain unless the heart acts as mediator." "Einen Mittler brauchen Hirn und Hände. Mittler zwischen Hirn und Händen muss das Herz sein."

Anselm Grün • Der Reichtum der Seele

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  Dort, wo alles Äußere zerbrochen wird, werden wir aufgebrochen für unser wahres Selbst. Dort kommen wir in Berührung  mit unserem innersten Kern, der nicht mehr verletzt werden kann. Dieser innere Kern, das wahre Selbst, ist eine kostbare Perle, ein wertvolles Gold. Wenn wir das gefunden haben,  können wir alles andere loslassen. Dann brauchen wir uns nicht ständig  um Anerkennung und Bestätigung zu bemühen. Wir sind ganz bei uns, in unserer Mitte. Wir haben allen Reichtum in uns, den Reichtum der Seele,  den uns niemand zu rauben vermag.  🌟🌟 Anselm Grün Auf der Suche nach dem inneren Gold Vier-Türme-Verlag

Juli

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Auch der siebte Monat hat durch die glühende Sonne große Kräfte und lässt die Frucht der Erde reifen und austrocknen. Durch sein Unwetter, die teils Trockenheit, teils Regen bringen, ist er reißend.  Ähnlich stark sind auch die Ellenbogen durch die Schultern und die Hände, mit denen der Mensch alles Notwendige zusammenholt.  So versteht auch der Mensch durch den Geruchssinn das Wesen eines jeden Dings, indem er unterscheidet und erkennt, was nützlich und unnütz ist. Das, was zur Erhaltung seiner Natur dient, wählt er aus und sammelt in seiner Brust, damit er nach Austrocknen der schlechten Säfte in Gesundheit wächst. Denn die Körpersäfte, durch die er gemäßigt wird, sollen nicht durch einen verdorbenen, zähen Saft der Kraft des Blutes beraubt werden. Denn der Mensch zieht mit seinem Wissen alles an sich und bringt es unter seine Herrschaft, sodass damit das Gift aus den Körpersäften ausgestoßen wird und sie selbst in der Kraft der Gesundheit bleiben.  Und so ordn...

Juni

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Der sechste Monat ist durch die Hitze trocken, und beim Wachsen der Früchte erhebt er sich mi dem Wind, der den Früchten die Reife bringt und zuweilen übermäßig Regen ausgießt. Mit ihm werden die Schultern des Menschen bezeichnet, die in ihrer Wärme Trockenheit haben und jede Arbeit unterstützen, jedes Werk durchführen und den gesamten Körper aufrecht halten. Trotzdem suchen sie bisweilen statt ihrer Arbeit Ruhe, wie ein Vogel vor Müdigkeit seine Flügel sinken lässt und wie die Wurzel ihre Verzweigungen zusammenhält. Auf die gleiche Weise ist der zweite Sinn, das Gehör, gleichsam der kleine Flügel der Vernunft zum Verstehen der Worte, die er aufnimmt.  So kommt es, dass der Mensch, während die Ohren den Laut jedes einzelnen Geschöpfes aufnehmen, erkennt, was dieses Geschöpf ist oder wo es sich befindet.  Dadurch strengt er seinen Geist mehr an, es zu erforschen. Denn die Kraft der Seele, die durch die Ohren empfindet, hat keine Mühe mit dem Hören und hat nicht aus Überdruss ...

Mai

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The Shepherd's Calendar Der fünfte Monat ist lieblich, mild und herrlich durch die Früchte der Erde, wie auch das Schmecken des Mundes süß und freundlich ist; denn durch den Geschmack wird erkannt und festgestellt, woran der Mensch sich in Freude erquickt. So ist auch die Vernunft die Säule und das Mark der fünf Sinne, die durch sie erhalten und zum Wirken angeleitet werden, wie die Erde, die vom Pflug umgeworfen ist, im Keimen fruchtbar wird.  Das Sehen aber, die Sinneswahrnehmung der Augen, durch das der Mensch alles sieht und erkennt, hat mit Recht die Vorrangstellung unter den übrigen Sinnen. Denn wie sie in ihrer Stellung höher ist als die übrigen, so erfasst sie auch besser die entfernteren Dinge als die anderen. Auch dadurch ist der Gesichtssinn angenehm und großartig, weil der Mensch in ihm durch Erkennen und Auswählen das Nützliche vom Unnützen unterscheidet.  Der fünfte Monat, der Mai, hat den lieblichsten Duft der Blumen, an denen sich die Herzen der...